In der deutschen Wikipedia steht es bis heute im Präsens: Sven Kuntze sei mit der Journalistin Inka Schneider verheiratet, die Hochzeit habe in New York stattgefunden. Kein Scheidungsvermerk, keine Fußnote, keine Korrektur. Und doch berichten mehrere Medienquellen übereinstimmend, dass die Beziehung zwischen dem langjährigen ARD-Korrespondenten und der NDR-Moderatorin bereits um das Jahr 2003 endete. Sven Kuntze und Inka Schneider getrennt: Was genau dokumentiert ist, was Spekulation bleibt und wie ihr Leben seither verlief, zeigt dieser Überblick.
Auf einen Blick
Sven Kuntze
- Geboren 29. Mai 1942, Straßburg
- Studium Soziologie, Psychologie, Geschichte
- ARD-Stationen Bonn, New York, Washington D.C., Berlin
- Bekannt durch ARD-Morgenmagazin, Auslandskorrespondenz, Sachbücher
- Auszeichnung Deutscher Fernsehpreis 2008
Inka Schneider
- Geboren 1967, Rüsselsheim
- Studium Germanistik, Politikwissenschaften, Kunstgeschichte
- Stationen SWR, ARD-Morgenmagazin, Washington D.C., NDR Hamburg
- Bekannt durch ARD-Morgenmagazin, NDR-Magazin “DAS!“, Mediencoaching
- Seit 2004 Festes Gesicht des NDR-Magazins “DAS!”
Das Morgenmagazin, 1994: Wo alles begann
Von 1994 bis 1999 moderierten Sven Kuntze, Peter Großmann und Inka Schneider gemeinsam das ARD-Morgenmagazin. Täglich, vor Millionen Zuschauern, tagesaktuelle Politik, Gesellschaft, Interviews. Aus dieser täglichen Zusammenarbeit wurde privat mehr. Öffentlich gemacht haben sie das nie, in Interviews allenfalls beiläufig erwähnt.
Kuntze war 1994 bereits seit elf Jahren bei der ARD. Nach seinem Studium der Soziologie, Psychologie und Geschichte hatte er 1983 im Bonner Hauptstadtstudio angefangen, war dann Korrespondent in New York geworden, wo 1991 auch seine Tochter mit seiner damaligen Lebensgefährtin Doris Köpf geboren wurde. Inka Schneider, 1967 in Rüsselsheim geboren und über den SWR zur ARD gekommen, hatte Germanistik, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte studiert. Zwischen beiden lagen 25 Jahre Altersunterschied. In der Öffentlichkeit spielte das kaum eine Rolle.
New York und Washington: Die gemeinsamen Jahre
Die Hochzeit fand in New York statt, wo Kuntze bereits als ARD-Korrespondent gearbeitet hatte. Ein genaues Datum ist nicht öffentlich dokumentiert. Von 2001 bis 2004 arbeitete Inka Schneider dann als ARD-Korrespondentin in Washington D.C., und Kuntze begleitete sie. Er folgte ihr in die amerikanische Hauptstadt, ein Detail, das in den wenigen Medienberichten über die Beziehung oft erwähnt wird.
Als Schneider 2004 nach Deutschland zurückkehrte und beim NDR die Moderation von “DAS!” übernahm, trat Kuntze seinen letzten aktiven Posten an: WDR-Korrespondent für das ARD-Hauptstadtstudio Berlin. Zum 31. Mai 2007 ging er in Rente, nach 24 Jahren ARD.
Über die Washingtoner Zeit hinaus ist aus dieser Partnerschaft nichts Gemeinsames mehr dokumentiert. Die Trennung fand still statt, irgendwo zwischen den Umzügen und den neuen Posten.
Die Trennung: Was Quellen sagen und was offen bleibt
Mehrere Medienberichte nennen übereinstimmend das Jahr 2003 als Zeitpunkt der Trennung, andere nennen 2004. Beide Angaben fallen in die letzte Phase der gemeinsamen Zeit in Washington. Von keiner der beiden Seiten gibt es eine Bestätigung, kein Statement, keine Erwähnung in einem Interview. Bis heute nicht.
Faktenlage zur Trennung
| Kategorie | Status |
|---|---|
| Ehe in New York geschlossen | Bestätigt (Wikipedia, Hamburger Abendblatt) |
| Trennung circa 2003 oder 2004 | Berichtet, aber von keiner Seite offiziell bestätigt |
| Trennungsgründe | Nicht öffentlich bekannt |
| Formelle Scheidung | Nicht dokumentiert, Wikipedia führt die Ehe weiterhin im Präsens |
| Gemeinsame Kinder | Nicht öffentlich bekannt |
| Neue Beziehungen | Bei keinem der beiden öffentlich bekannt |
Für zwei Menschen, die jahrelang täglich im deutschen Fernsehen zu sehen waren, ist das wenig. Aber es passt konsequent zu ihrem gesamten Umgang mit Privatem: nie ein Wort mehr als nötig.
Karriere nach der Trennung
Chronologie: 2004 bis heute
- 2004
Schneider Rückkehr aus Washington. Moderatorin des NDR-Magazins “DAS!” in Hamburg, das sie bis heute täglich moderiert.
- 2004
Kuntze WDR-Korrespondent für das ARD-Hauptstadtstudio Berlin. Letzter aktiver Posten.
- 2007
Kuntze Pensionierung zum 31. Mai. Fokus danach auf Bücher und gesellschaftliche Debatten.
- 2008
Kuntze Deutscher Fernsehpreis in der Kategorie “Beste Reportage”.
- 2011
Kuntze Veröffentlichung von “Altern wie ein Gentleman” (C. Bertelsmann). Wird zum Bestseller.
- 2013
Kuntze Diagnose eines gutartigen Hirntumors. Operation am 6. August in Tübingen. Dabei wird ein Gesichtsnerv beschädigt, was zu einer dauerhaften partiellen Lähmung der linken Gesichtshälfte führt.
- 2014
Kuntze Erster Fernsehauftritt nach der Operation. Veröffentlichung von “Die schamlose Generation” (C. Bertelsmann).
- 2016
Schneider Ende der Mitarbeit beim NDR-Medienmagazin “Zapp”. Weiterhin Moderatorin bei “DAS!” sowie Tätigkeit als Mediencoach.
- 2019
Kuntze Veröffentlichung von “Alt sein wie ein Gentleman” (C. Bertelsmann).
Inka Schneider moderiert “DAS!” bis heute täglich im NDR. Daneben arbeitet sie als Mediencoach und hat 1996 ein Netzwerk für junge Journalistinnen und Journalisten mitgegründet. Kuntze hält sich seit seiner Pensionierung weitgehend aus dem Fernsehbetrieb heraus, meldet sich aber als Buchautor und in Talkformaten weiterhin zu gesellschaftlichen Fragen zu Wort.
Warum das Thema nach zwei Jahrzehnten nicht verschwindet
Wer jahrelang jeden Morgen im Wohnzimmer der Zuschauer war, bleibt im Gedächtnis. Das ARD-Morgenmagazin lief täglich, Kuntzes Korrespondenz aus New York und Washington stand für einen Journalismus ohne Selbstdarstellung, Schneider trug dieselbe Haltung in das NDR-Magazin. Das Publikum kannte beide, jahrelang, vertraut. Wenn aus diesem Kontext keine Informationen über das Ende einer Beziehung kommen, füllt sich die Lücke mit Fragen.
Die Antwort auf die Frage, ob Sven Kuntze und Inka Schneider getrennt sind, lautet: nach allem, was bekannt ist, ja, seit etwa 2003. Warum, unter welchen Umständen und was danach privat folgte, ist nicht bekannt, weil beide es nicht öffentlich gemacht haben. Eine Scheidung ist nicht dokumentiert. Wikipedia führt die Ehe im Präsens. Und die beiden schweigen dazu, wie sie es ihr gesamtes gemeinsames Leben lang getan haben.
Für ein Journalist-Paar, das einmal täglich Millionen Menschen informierte, ist das vielleicht die konsequenteste Entscheidung überhaupt: Wer nie über sein Privatleben gesprochen hat, muss auch über sein Ende nicht sprechen.



